Was ist eine Phobie?

Was ist eine Phobie?

Der Begriff Phobie wird sowohl in der Psychiatrie als auch in der sogenannten Psychoanalyse verwendet. Eine ebenfalls häufig verwendete Bezeichnung ist „Phobische Störung“. Unter eine Phobie versteht man eine Angst, die sich auf bestimmte Objekte oder Situationen richtet, die für andere nicht bedrohlich oder angs tauslösend wirken.

Die betroffenen Patienten können in der Regel klar benennen, wovor sie Angst haben. Die Ängste, die Betroffene gegenüber bestimmten Dingen entwickeln, können ganz erheblich sein. Nicht selten führen sie dazu, dass die Betroffenen bestimmte Objekte, Menschen oder Situationen vollständig meiden. Das selbst dann, wenn ihnen dadurch erhebliche Nachteile entstehen. So leiden Menschen, die panische Angst vor dem Zahnarzt oder einer Zahnbehandlung haben, häufig unter Karies und Zahnschmerzen, ohne etwas dagegen zu unternehmen. In extremen Fällen können notwendige Zahnbehandlungen bei diesen Patienten nur unter Vollnarkose oder auch gar nicht vorgenommen werden. Andere verzichten wegen ihrer Flugangst ein Leben lang auf größere Urlaubsreisen oder geben eine berufliche Karriere auf, wenn diese mit Flugreisen verbunden ist.

Ähnlich wie bei anderen Ängsten ist die Angst, die ein Phobiker vor bestimmten Objekten oder Situationen hat, nicht angemessen oder für Außenstehende nicht nachvollziehbar. Allerdings kann ein Phobiker in der Regel nicht durch Argumente davon überzeugt werden, dass seine Angst unbegründet ist. Wer unter einer starken Phobie leidet, fühlt sich seiner Angst ähnlich ausgeliefert, wie Betroffene mit anderen Angststörungen.

Menschen entwickeln Phobien vor den unterschiedlichsten Dingen. Manche sind relativ häufig, wie zum Beispiel die Flugangst, die Höhenangst oder die Angst vor Spinnen. Andere Phobien kommen nur selten vor. Dazu gehört zum Beispiel die Angst vor Knöpfen, die Angst vor Blumen oder die Angst vor Watte. Grundsätzlich gibt es kaum ein Objekt, das nicht angstauslösend wirken kann.

Da viele Phobien gesellschaftlich relativ gut akzeptiert sind und andere leicht vermeidbar sind, können viele Phobiker ohne größere Probleme damit leben. Spätestens, wenn eine Phobie aber dazu führt, dass der Betroffene unter ihr leidet, soziale Beziehungen aufgibt oder gesundheitliche Schäden in Kauf nimmt, sollte sie unbedingt behandelt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Angst und Phobie?
Im Alltagsgebrauch werden die Begriffe Angst und Phobie sehr unspezifisch für alle möglichen Erscheinungsformen von Angst verwendet. Psychologen und Mediziner unterscheiden jedoch ganz genau zwischen Angst und einer Phobie.

Zunächst einmal ist Angst an sich ja keine Störung, sondern ein natürlicher Warnmechanismus, der den Menschen davor bewahrt, sich in Gefahr zu begeben oder ihn dazu befähigt, einer Gefahr gegenüberzutreten. Erst wenn sich die Angst verselbstständigt, unerwünscht auftritt oder so stark wird, dass der Mensch dadurch handlungsunfähig wird, kann man sagen, dass Angst ähnlich wie eine Phobie krankhaft ist.

Im Gegensatz zur Angst zeichnet sich eine Phobie vor allem dadurch aus, dass sie sich auf ein bestimmtes Objekt richtet. Wer unter einer Phobie leidet, weiß in der Regel ganz genau, wovor er sich fürchtet. Das können zum Beispiel Spinnen sein, oder Flugreisen oder auch Hunde oder Krankheiten. Im Gegensatz dazu ist Angst in der Regel weniger spezifisch.

In der psychiatrischen Forschung wird eine Phobie als spezielle Untergruppe von Angsterkrankungen definiert. Eine Phobie hat bestimmte Eigenschaften, die sie von anderen Angststörungen unterscheidet. Dazu gehört zum Beispiel, dass eine Phobie immer auf ein Objekt, eine Situation oder einen Menschen ausgerichtet ist. Das heißt, bei einer Phobie kann man immer die Frage „Wovor habe ich Angst?“ beantworten, was bei anderen Angsterkrankungen oft nicht der Fall ist. Eine Phobie tritt auch tatsächlich immer nur dann auf, wenn der Betroffene auf das Objekt seiner Angst trifft oder intensiv daran denkt. Plötzliche Angstanfälle aus „heiterem Himmel“ treten bei einer Phobie in der Regel nicht auf. Dementsprechend kann ein Phobiker seine Angst auch leichter vermeiden, indem er das Objekt seiner Angst meidet. Ein Patient mit einer generalisierten Angststörung oder einer Panikstörung kann das nicht. Ihn kann seine Angst jederzeit und an jedem Ort ereilen.

Weil sich eine Phobie immer auf ein ganz bestimmtes Objekt richtet, sprechen Mediziner meist auch von „spezifischer Phobie“. Im Abschnitt über Phobien finden Sie viele Beispiele für unterschiedliche Phobien. Phobiker (also Menschen, die unter einer Phobie leiden), fürchten sich vor den unterschiedlichsten Dingen. Das können Insekten sein oder Krankheitskeime, aber auch ganz ungewöhnliche Dinge wie Knöpfe, Schnee oder sogar Füße. Und auch wenn die ein oder andere Phobie auf den Nichtbetroffenen eher komisch wirkt, für die Betroffenen sind diese Phobien genauso quälend, wie jede andere Form einer Angsterkrankung auch.

Bei einem Angstanfall spürt der Betroffene vor allem die (unangenehmen) Symptome, ohne genau benennen zu können, wodurch diese ausgelöst wurden. Aus diesem Grund ist es für einen Angstpatienten viel schwieriger, Angst auslösende Situationen zu vermeiden. Er weiß ja oftmals gar nicht, was ihm Angst macht. Ein Phobiker hingegen kann seine Angstauslöser meist benennen und sie vermeiden, auch wenn dies für eine Heilung natürlich nicht günstig ist. Das Phänomen „Angst vor der Angst“ ist deshalb bei Patienten mit einer Phobie viel seltener anzutreffen, als zum Beispiel bei einem Patienten, der unter einer Panikstörung leidet.

Man könnte nun also annehmen, dass eine Phobie weniger schlimm sei, als eine allgemeine Angststörung. Das trifft aber nicht auf alle Phobiker zu. Wer eine Phobie vor Dingen des täglichen Lebens entwickelt, leidet unter ihr möglicherweise genauso stark wie jeder andere Angstpatient auch. Vorteile haben all die Phobiker, die ihre Angstobjekte ohne größere Probleme oder Einschränkungen einfach meiden können.

Eine weniger intensiv ausgeprägte Angst vor bestimmten Dingen oder Situationen wird im Allgemeinen als Furcht bezeichnet. Die Übergänge sind hier aber natürlich wie bei allen psychischen Phänomenen fließend.

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Stellen Sie sich Ihrer Angst

Stellen Sie sich Ihrer Angst

Dieser Tipp ist wohl derjenige in dieser Liste, der für bestimmte Angststörungen (wie zum Beispiel Panikattacken) die sichersten Erfolgschancen bietet, der am gleichzeitig auch der am schwierigsten durchzuführende ist.

Desensibilisieren, also das unempfindlich machen gegen bestimmte Reize, ist ein äußerst wichtiger Teil bei der Behandlung von Angststörungen. Wenn Sie mit Ihren Ängsten einen Gesprächstherapeuten aufsuchen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass er versuchen wird, Sie mit dieser Methode zu behandeln.

Das Prinzip ist ganz einfach: Die Angst soll verlernt werden, indem sich die ängstliche Person immer wieder in die Situationen begibt, in denen die Angstprobleme auftreten.
Dabei beginnt man meist mit einer Situation, die relativ einfach auszuhalten ist, und steigert die Intensität dann so lange, bis der Betroffene in der Situation keine Angst mehr verspürt.

Manche Therapeuten gehen sogar noch darüber hinaus und empfehlen Ihren Patienten, extreme Situationen durchzustehen. Zum Beispiel mit erhobenen Armen durch eine Fußgängerzone zu laufen und dabei zu singen oder ähnliche „peinliche“ Dinge zu tun. So weit müssen Sie nicht gehen. Die heilenden Effekte einer Desensibilisierung erreichen Sie auch mit weniger drastischen Methoden.

Tipp:
Die Desensibilisierung wird häufig auch als „Systematische Desensibilisierung“ oder als „Konfrontationstherapie“ bezeichnet. Generell gibt es zwei Vorgehensweisen. Bei der ersten wird die angstauslösende Situation in kleinen Schritten gesteigert. Bei der anderen wird der Patient sofort mit starken Angstauslösern konfrontiert (Flooding). Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob die Art der Therapie für Sie infrage kommt und auf welche Weise Sie dabei vorgehen sollen.

Ein positiver Aspekt der Konfrontationstherapie ist, dass Sie selbst jederzeit trainieren können, ohne immer auf einen Therapeuten angewiesen zu sein.
Besprechen Sie das Vorgehen mit einer Person, die Sie (zumindest anfangs) begleiten kann, wenn Sie sich in eine angstauslösende Situation (z. B. Einkaufen im Supermarkt) begeben. Dafür bietet sich zum Beispiel der Ehepartner o. ä. an. Im Laufe der Zeit wird Ihre Angst dabei stetig abnehmen, sodass Sie die Situationen zur Konfrontation mit Ihren Ängsten auch allein aufsuchen und aushalten können.

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Agoraphobie – Angst vor bestimmten Orten und Plätzen

Agoraphobie – Angst vor bestimmten Orten und Plätzen

Bei der sogenannten Agoraphobie (Agora = Platz) entwickelt der Betroffene Angst, wenn er sich an bestimmten Orten, in bestimmten Räumen oder auch auf großen Plätzen aufhält. Oft – aber nicht immer – treten die Ängste an Orten auf, die die Betroffenen nicht ohne Weiteres sofort verlassen können. Das kann zum Beispiel in der U-Bahn, in einem Zug oder in einem Kaufhaus der Fall sein. Häufig bereiten auch große Plätze Probleme. Die Betroffenen sind dann nicht in der Lage, einen solchen Platz zu überqueren.

Die Betroffenen meiden Menschenansammlungen und bekommen Angstgefühle, wenn sie sich weit von zu Hause entfernen. Auch Reisen ohne Begleitung sind oft angstbesetzt und werden von den Betroffenen häfuig gemieden.
Ein besonders Problem besteht darin, dass die Betroffenen eine Angstsituation oft dadurch beenden oder abkürzen können, indem sie die auslösende Situation (z. B. im Kaufhaus, in der Tiefgarage oder im Aufzug) fluchtartig verlassen.
Dadurch verstärkt sich die Angst vor diesem speziellen Ort, sodass der Betroffene zukünftig vermeidet, ihn aufzusuchen.

Im Laufe der Zeit verringert sich so der Bewegungsradius, in dem sich die Betroffenen frei bewegen können. Im Extremfall kommt es dazu, dass sich die Betroffenen nicht mehr aus dem Haus wagen. Sogar selbstverständliche Wege wie der zur Arbeit oder zum Einkaufen in den nächsten Supermarkt können nicht mehr bewältigt werden.
Die Folge ist eine zunehmende soziale Isolation und Abhängigkeit von nahen Bezugspersonen, in deren Begleitung die Angst weniger ausgeprägt ist.

Aufgrund dieser belastenden Situation kommt es nicht selten zusätzlich zu einer Depression. Auch der Missbrauch von Alkohol oder Medikamenten kommt vor, da sich die Betroffenen mit diesen „Hilfsmitteln“ zumindest zeitweise angstfrei fühlen können.

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Liste aller bekannten Phobien

Liste aller bekannten Phobien

Grundsätzlich kann man sagen, dass es kaum eine Phobie gibt, die es nicht gibt. Wer sich näher mit diesem Thema beschäftigt, stößt auf die erstaunlichsten Krankheitsbilder, von denen die Angst vor Knöpfen oder die Angst vor Füßen noch nicht zu den ungewöhnlichsten Phobien zählen!

Generell kann man durch die Formel lateinisches/griechisches Nomen + „phobie“ einen Namen für jede erdenkliche Phobie erzeugen. Manche Webseiten machen sich einen Spaß daraus, indem sie kleine Programme anbieten, mit denen man den Namen jeder erdenklichen Phobie erzeugen kann.

Doch auch, wenn man den Spaß beiseite lässt, gibt es eine erstaunlich lange Liste von Phobien, die in der medizinischen Literatur erwähnt werden. Manche erscheinen nachvollziehbar und verständlich wie zum Beispiel die Angst vor Krankheiten oder Unfällen. Andere sind auf den ersten Blick sehr ungewöhnlich und wohl nur mit der ganz persönlichen Lebensgeschichte der Betroffenen zu erklären. Die folgende Liste beinhaltet die Phobien, die in Berichten von Patienten und Ärzten am häufigsten genannt werden. In allen Fällen handelt es sich um Ängste, die weit über das normale Maß hinausgehen.

A

  • Abortphobie: Angst vor einer Fehlgeburt
  • Achluophobie: Angst vor Dunkelheit
  • Acrophobie: siehe Akrophobie
  • Aelurophobie / Ailurophobie: Angst vor Katzen
  • Agoraphobie: Angst vor weiten Plätzen, Reisen und/oder Menschenansammlungen
  • Aichmophobie:Angst vor spitzen oder scharfen Gegenständen
  • AIDS-Phobie: Angst vor einer HIV-Infektion
  • Akarophobie: Angst vor Insektenstichen/stechenden Insekten oder Infektion durch Milben und Zecken
  • AkrophobieAngst vor Höhe und Tiefe
  • Altophobiesiehe Akrophobie
  • Amaxophobie: Angst vor dem Autofahren
  • Anthophobie: Angst vor Blumen
  • Androphobie: Angst vor Männern
  • Anthropophobie: Angst vor Menschen und der Gesellschaft
  • Aphephosmophobie: Berührungsangst (Angst vor Berührung durch andere Lebewesen)
  • Aquaphobie: Angst vor Wasser (nicht zu verwechseln mit Hydrophobie)
  • Arachnophobie: Angst vor Spinnen
  • Arbeitsplatzphobie: Angst vor dem eigenen Arbeitsplatz
  • Arztphobie: Angst vor Ärzten
  • Autophobie: Angst davor, alleine zu sein oder auf sich alleine gestellt zu sein. Auch: Angst vor sich selbst
  • Aviophobie: Angst vor dem Fliegen, vor Flugreisen

 

B

  • Bacillophobie: Angst vor Mikroben
  • Bacteriophobie: Angst vor Bakterien
  • Berührungsangst: Angst vor Körperkontakt

C

  • Caino(to)phobie: Angst vor Neuerungen, Veränderungen (siehe auch: Neophobie
  • Cancerophobie: siehe Karzinophobie
  • Chiraptophobie: Angst davor, berührt zu werden
  • Cleisiophobie: Angst in und vor geschlossenen Räumen
  • Coitophobie: Angst vor Geschlechtsverkehr
  • Contreltophobie: Angst vor sexuellem Missbrauch
  • Coprophobie: Angst vor Exkrementen
  • Coulrophobie: Angst vor Clowns

D

  • Demophobie: Angst vor Menschenmassen und überfüllten Plätzen
  • Dentophobie: Angst vor dem Zahnarzt, vor Zahnbehandlungen
  • Dysmorphophobie: Angst vor Entstellung

E

  • Emetophobie: Angst vor dem Erbrechen, vor Erbrochenem
  • Erythrophobie: Angst vor dem Erröten

G

  • Gelotophobie: Angst vor dem Lachen bzw. davor, ausgelacht zu werden
  • Gephyrophobie: Angst vor dem Überqueren von Brücken
  • Gerontophobie: Angst vor dem Alter, vor alten Menschen
  • Gravidophobie: Angst vor Schwangerschaft
  • Gynophobie: siehe Gynäkophobie
  • Gynäkophobie: Angst vor Frauen (siehe auch: Misogynie)

H

  • Haematophobie: Angst vor Blut
  • Halitophobie: Angst vor Mundgeruch
  • Haphephobie: Angst vor Berührungen
  • Haptophobie: Angst sich anzustecken (z. B. durch Berührung)
  • Herpetophobie: Angst vor Eidechsen, vor Reptilien, vor kriechenden oder krabbelnden Tieren
  • Heterophobie: Keine Angsterkrankung, sondern Abneigung gegenüber Randgruppen und Minderheiten
  • Herzphobie: Angst vor Herzerkrankungen
  • Homophobie: Keine Angsterkrankung, sondern Synonym für Schwulen- und/oder Lesbenfeindlichkeit
  • Hoplophobie: Angst vor Feuerwaffen
  • Hydrophobie: Angst vor Trinken von Wasser (kann ein Symptom von Tollwut sein!)

K

  • Kanzerophobie: Angst vor Krebs
  • Kardiophobie: Angst vor Herzerkrankungen
  • Karzinophobie: Angst vor Krebs
  • Klaustrophobie: Angst vor bzw. in engen Räumen
  • Kopophobie: Angst vor Müdigkeit
  • Kynophobie Angst vor Hunden oder hundeähnlichen Tieren

L

  • Logophobie: Angst vor dem Sprechen

M

  • Methatesiophobie: Angst vor Veränderung oder Erfolg
  • Misophobie: siehe Mysophobie
  • Molysmophobie: siehe Mysophobie
  • Mysophobie: Angst vor Schmutz oder Ansteckung

N

  • Nekrophobie: Angst vor Toten und vor Dingen, die mit dem Tod zu tun haben
  • Neophobie: Angst vor Neuerungen
  • Nomophobie: Angst davor, kein Mobiltelefon zur Verfügung zu haben oder kein „Netz“ zu haben oder „offline“ zu sein.
  • Nosophobie: Angst davor, krank zu werden
  • Nyktophobie: Angst vor der Dunkelheit (auch Achluophobie)

O

  • Ochlophobie: Angst vor Menschenmengen
  • Odontophobie: Angst vor Zähnen oder Zahnarztbehandlungen
  • Odynophobie: Angst vor Schmerzen (auch: Agliophobie)
  • Ornithophobie: Angst vor Vögeln

P

  • Parasitophobie: Angst vor Parasiten
  • Paraskavedekatriaphobie: Angst vor Freitag, dem 13.
  • Phobophobie: Angst vor Angst
  • Phonophobie: Angst / Überempfindlichkeit gegenüber (bestimmten) Geräuschen
  • Photophobie: Angst vor Licht

R

  • Radiophobie: Angst vor Strahlung, z. B. vor Röntgenstrahlen

S

  • Scholionophobie: Angst vor der Schule / Schulangst
  • Schulphobie: siehe: Scholionophobie
  • Schwangerschaftsphobie: Schwangerschaft
  • Sitophobie/Sitiophobie Angst vor Nahrung, Nahrungsverweigerung
  • SozialePhobie(Soziophobie): Angst vor Menschen im Allgemeinen, insbesondere davor; in sozialen Situationen negativ bewertet zu werden

T

  • Taphephobie(Taphophobie): Angst vor Friedhöfen oder davor, lebendig begraben zu werden
  • Tetraphobie: Angst vor der Zahl Vier
  • Tierphobie: Angst vor Tieren
  • Triskaidekaphobie(Tridecaphobie): Angst vor der Zahl Dreizehn
  • Trypanophobie: Angst vor Injektionen, vor Spritzen

V

  • Vaccinophobie: Angst vor Impfungen

X

  • Xenophobie: Keine Angsterkrankung, sondern Synonym von Fremdenfeindlichkeit

Z

  • Zoophobie: Angst vor Tieren

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Hilfe in Notfällen

Hilfe in Notfällen

Jeder Mensch erlebt in seinem Leben Krisensituationen. Psychische Belastungen oder Erkrankungen können diese noch verschlimmern. Es kann dann zu Situationen kommen, in denen man nicht weiter weiß, verzweifelt ist, oder sogar an Suizid denkt.

Es ist wichtig zu wissen, dass es in solchen Situationen für jeden(!) kostenlose und auf Wunsch anonyme Hilfe gibt.

Hilfsangebote gibt es in unterschiedlichster Form: Am Telefon, per Mail, im Chat oder persönlich. Die Hilfsangebote können auf Wunsch auch anonym genutzt werden. Die Helfer unterliegen in der Regel der Schweigepflicht. Keiner muss sich Sorgen machen, dass seine Probleme nach außen dringen. Das gilt im Fall der Telefonseelsorge sogar für die eigene Telefonrechnung. Anrufe bei der Telefonseelsorge werden nicht registriert und erscheinen weder auf der Telefonrechnung noch im Einzelverbindungsnachweis.

Nehmen Sie die Angebote an, wenn Sie das Gefühl haben, Hilfe zu benötigen. Ein Gespräch hilft oftmals weiter, auch, oder gerade dann, wenn man das Gefühl hat, dass niemand einem helfen kann.

Telefonseelsorge:

Die Telefonseelsorge ist an jedem Tag der Woche rund um die Uhr besetzt.

Telefon: 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222

Chat:        Chat der Telefonseelsorge

Per Mail:  Mailseelsorge

Website:  Telefonseesorge

Muslimisches Sorgentelefon

Das muslimische Sorgentelefon ist rund um die Uhr unter der Nummer 030 / 44 35 09 821 erreichbar.

Persönliche Gespräche

Natürlich können Sie sich mit Ihren Sorgen immer an Ihren Arzt, Psychiater oder Therapeuten wenden. Aber auch Seelsorger wie Pfarrer, Imame oder Rabbiner können Ihnen helfen, wenn kein Arzt oder Therapeut infrage kommt.

In Notfällen können Sie sich auch jederzeit an die Notfallambulanz des nächsten Krankenhauses oder direkt an die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses wenden.

 

Bei akuter Suizidgefahr oder Gefahr für andere

Besteht die akute Gefahr, dass Sie selbst oder ein Angehöriger oder ein Freund einen Suizidversuch unternimmt, sollten Sie ohne zu zögern, die 112  anrufen. 

Versuchen Sie, möglichst ruhig die Situation zu schildern und vergessen Sie nicht, Ihren Namen und die genaue Adresse anzugeben. Lassen Sie die suizidgefährdete Person bis zum Eintreffen der Rettungskräfte nicht allein und entfernen Sie alle Gegenstände, die die Person dazu verwenden könnte, sich selbst oder andere zu verletzen.

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Humor wirkt gegen Angst und Depressionen

Humor wirkt gegen Angst und Depressionen

 

 

„Humor ist, wenn man trotzdem lacht!“ lautet ein beliebtes Sprichwort. Doch leider vergeht vielen das Lachen angesichts täglicher Ärgernisse und Probleme. Umso mehr trifft das natürlich auf diejenigen unter uns zu, die mit seelischen Problemen wie Angst, Panik oder Depressionen zu tun haben.

Dabei kann Lachen erwiesenermaßen ein hilfreiches Mittel sein, mit dem jeder die eigene Stimmung nachhaltig verbessern kann. Zu diesem Resultat kommen mehrere Studien, in denen nachgewiesen wurde, dass die Beschäftigung mit witzigen Inhalten (z. B. Cartoons, Comedy-Serien, Filme oder ganz einfache Wortwitze) zu einer messbaren Verbesserung der Stimmung der Probanden führte. Dies auch, oder sogar gerade dann, wenn diese mit einem negativen Ereignis konfrontiert wurden.

Ganz einleuchtend erscheint das, wenn man über die belastende Situation selbst lachen kann. Ein Beispiel: Wer über den tobenden Chef lacht, ärgert sich weniger über ihn, als der, der nur schmollend an seinem Schreibtisch sitzt.
Aber auch, wenn das, worüber man lacht, gar nichts mit der Ursache des Ärgers zu tun hat, funktioniert das Ganze! Versuchspersonen, die zunächst etwas Witziges sahen oder lasen, erlebten darauf folgende negative Eindrücke als weniger belastend und negativ.
In einem anderen Experiment hatten Schmerzpatienten die Möglichkeit, eine Folge der britischen Serie „Mr. Bean“ anzuschauen. Danach gaben fast alle Probanden an, dass die Intensität ihrer Schmerzen messbar nachgelassen hatte! Andere Untersuchungen zeigten, dass dieser Effekt sogar dann eintrat, wenn die Versuchspersonen es eigentlich gar nicht wollten, oder nicht daran glaubten.

Was lernen wir daraus?
Lachen ist gesund, das gilt für die Psyche und den Körper. Lachen lässt uns Negatives weniger negativ erscheinen, und das ist in jedem Fall gut.

Humor und Lachen wirken selbst dann positiv, wenn wir es eigentlich gar nicht wollen, oder für möglich halten. Es lohnt sich also, gerade dann zu Lachen, wenn einem gar nicht danach ist.
Lachen und Humor können trainiert werden. Wer sich regelmäßig mit witzigen Dingen umgibt, erlernt auch das Lachen wieder. Das kostet am Anfang Mühe, funktioniert dann aber immer besser.
Im Kino, im Fernsehen oder auf YouTube gibt es unzählige witzige Filme und Clips. Es wäre doch gelacht!, wenn da nicht auch für Sie etwas dabei wäre.

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