Viele von uns scheitern an ihren eigenen Ansprüchen. Sie meinen, alles perfekt machen zu müssen. Natürlich ist dieser Wunsch so gut wie immer zum Scheitern verurteilt. Denn wer ist schon wirklich perfekt?

Da Perfektionisten niemals mit ihren eigenen Leistungen zufrieden sind, entwickeln sie häufig ein geringes Selbstwertgefühl und ein negatives Selbstbild.

Perfektionismus hat aber noch viele weitere negative Folgen:

  • Perfektionisten fühlen sich oft schuldig, weil sie ihre Aufgaben nicht 100%ig erfüllen können. Da dies so gut wie nie möglich ist, fühlen sich Perfektionisten im Grunde immer unzureichend.
  • Perfektionisten lassen sich leicht entmutigen.
    Weil sie davon ausgehen, dass es immer sehr schwierig ist, eine Aufgabe zu ihrer eigenen Zufriedenheit zu bewältigen, geben sie oft auf, ohne es wirklich zu versuchen.
  • Perfektionisten sind oft wie gelähmt.
    Der Versuch, alles in bestimmten Mustern und in einer ganz bestimmten Ordnung zu bewältigen, scheitert in der Regel. Perfektionisten können dadurch so in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt sein, dass sie gar nicht mehr handeln können.

 

Tipp

Der Aufwand, ein gutes oder sehr gutes Ergebnis in ein perfektes Ergebnis zu verwandeln, ist in der Regel unangemessen hoch. Der Perfektionist investiert extrem viel Zeit, um ein Ergebnis nur minimal zu verbessern. Aus diesem Grunde sind Perfektionisten auch im Berufsleben nicht gerne gesehen. Sie sind einfach zu langsam!

Warum Perfektionisten nicht effektiv arbeiten können

Um ein 80%iges Ergebnis zu erreichen, benötigt man etwa 20% der verfügbaren Zeit. Um das Ergebnis mit den fehlenden 20% zu perfektionieren, benötigt man die restlichen 80% der verfügbaren Zeit. Es ist also in jedem Fall sehr unökonomisch, ein 90- oder 100%iges Ergebnis erreichen zu wollen.

Tatsächlich ist in fast allen Fällen ein „nur“ gutes Ergebnis völlig ausreichend, während der Aufwand für ein perfektes Ergebnis pure Zeitverschwendung wäre.

Das können Sie tun, um der Perfektionismusfalle zu entkommen:

  • Akzeptieren Sie, dass Sie ein Mensch sind und keine Maschine.
  • Akzeptieren Sie, dass Menschen Fehler machen und niemals perfekt sind.
  • Verzeihen Sie sich Fehler, die Ihnen unterlaufen.
  • Betrachten Sie ein Ergebnis von 100% nicht als einzig akzeptables Ergebnis.
  • Betrachten Sie ein Ergebnis von 80 % oder 90 % als Erfolg.
  • Setzen Sie sich realistische Ziel- und Zeitvorgaben.
  • Lernen Sie, zu scheitern, ohne sich Vorwürfe zu machen.
  • Lernen Sie, Ziele zu überdenken, wenn sie nicht erreichbar sind.
  • Loben Sie sich für Ergebnisse, die „nur“ gut sind.

Tipp

„Gut genug“ ist fast immer besser als „das Beste“!

 

 

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus  Selbstbewusstsein kann man lernen! von Alexander Stern.
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